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22. Juni 2022


16. Mai 2022

Mein 4xUrgroßvater, der Ziegeldecker Johann Karl Wilhelm Rumstedt hatte acht Kinder, von denen sieben in Naumburg geboren wurden. 1841 zog die Familie von Naumburg nach Voigtstedt, wo ein Jahr später das letzte Kind namens Friedrich Wilhelm geboren wurde.

Friedrich Wilhelm Rumstedt ergriff denselben Beruf wie sein Vater und heiratete 1868 die aus Artern stammende Therese Dorothee WÄCHTER. Im Traueintrag wird der Familienname des Bräutigams ROMSTEDT geschrieben, aber direkt dahinter wurde in Klammern vermerkt, dass die Schreibweise des Namens im Taufeintrag RUMSTEDT gewesen sei. Um ganz sicher zu gehen, wurde dann nochmals darunter - anscheinend später, weil in anderer Handschrift - notiert, dass der Name nun ROMSTEDT geschrieben wird.

Das Paar ist dann zwischen Voigtstedt und Artern hin- und hergependelt, denn von den neun Kindern wurden die Kinder Nr. 1, 4, 5 und 6 in Artern und Nr. 2, 3, 7, 8 und 9 in Voigtstedt geboren. Drei Kinder verstarben im Kindesalter. Vater Friedrich Wilhelm ist 1888 mit 45 Jahren in Artern verstorben.

Aber was wurde aus seiner Frau und den Kindern? In den Kirchenbüchern von Artern und Voigtstedt war keine Spur mehr von ihnen zu finden und ihr Verbleib blieb mir lange ein Rätsel.

Nun kam mir - wie so oft - der Zufall zu Hilfe. Anfang November 2021 las ich im CompGen-Blog die Nachricht, dass das Stadtarchiv Leipzig die Namensverzeichnisse ihrer Geburts-, Ehe- und Sterberegister digitalisiert hat und diese nun online recherchierbar sind. Bei der Durchsuchung der Verzeichnisse erlebte ich eine Überraschung, denn dort tauchten Therese Dorothee und ihre Kinder wieder auf! Sie waren also nach Leipzig verzogen.

Und ich fand noch einen Eintrag eines weiteren Familienmitglieds, denn der Kaiserliche Cantonal-Polizei-Commissar und Amtsrichter Carl Gottfried ROMSTÄDT, mein 3xUrgroßonkel 2. Grades, schloss 1887 in Leipzig seine zweite Ehe mit Johanna Elisabeth Henriette TREFTZ.

Ich habe noch nicht alle Daten und Namen aus den Leipziger Verzeichnissen ausgewertet, denn die Bearbeitung einer Anfrage an das Stadtarchiv Leipzig dauert momentan rund vier Monate. Da scheinen noch viele andere Familienforscher in den Leipziger Online-Verzeichnissen fündig geworden zu sein.


04. März 2022

Am 30.07.2021 berichtete ich auf dieser Seite über eine neu gefundene Verwandte, Lucie A. ROMSTAEDT, die mit dem US-amerikanischen Botaniker Walter T. SWINGLE verheiratet war und 1910 in Washington, D.C. verstorben ist.

Ich habe zwischenzeitlich ihre Geburtsurkunde gefunden. Sie wurde am 08.01.1878 in Neubreisach (frz. Neuf-Brisach) im Elsass als Tochter des Polizei-Commissars und Amtsanwalt Carl Gottfried (in der Urkunde Friedrich Carl) ROMSTAEDT und seiner Ehefrau Amalie Caroline geb. KÖPPE geboren. Ihre Vornamen sind laut Urkunde "Louise Augusta". Durch den Fund der Urkunde ist nun 100%ig bewiesen, dass "Lucie" tatsächlich zu meinen Verwandten gehört. Sie ist meine Ur-Ur-Großtante 3. Grades.


30. Januar 2022

Ich möchte einige neu gefundene Verwandte vorstellen. Mein Ur-Ur-Großonkel 3. Grades Friedrich Karl ROMSTÄDT wird am 07.04.1870 in Naumburg geboren. Er ist der Sohn des Malermeisters August Louis ROMSTÄDT und Friederike Caroline Therese geb. JÄGER.

Im Jahre 1888 zog er nach Auerswalde (heute ein Ortsteil der Gemeinde Lichtenau im Landkreis Mittelsachsen). Dort heiratet er 1892 die Fabrikantentochter Bertha Alma EDEL, geb. 1864 in Auerswalde. Sie ist die Tochter des Strumpfwarenfabrikanten Friedrich Julius EDEL und seiner Frau Christiane Wilhelmine geb. ADLER.

Im Auerswalder Einwohnerverzeichnis 1894/95 wird Friedrich Karl Romstädt als Kaufmann und Mitinhaber der Strumpfwarenfabrik Friedrich Julius Edel genant. Die Fabrik befand sich in der Auerswalder Hauptstraße 183 und steht heute noch als Ruine.

Im Verzeichnis aus dem Jahre 1902 ist er als alleiniger Inhaber der Strumpfwarenfabrik aufgeführt. Zu diesem Zeitpunkt wohnt er in der Auerswalder Hauptstraße 171. Im Verzeichnis 1913/14 wird er zusätzlich als Mitglied des Gemeinderates genannt.

Im Jahre 1904 wird Sohn Friedrich Rudolf geboren, der aber im Kindesalter früh verstirbt. Die Tochter Gertrud Elisabeth wird 1906 geboren. Die Familie zieht 1920 nach Naumburg. Die Strumpfwarenfabrik Edel wird im Juli 1920 ins Handelsregister beim Amtsgericht Naumburg eingetragen.

Bertha Alma Romstädt stirbt 1940 in Schkeuditz, ihr Mann Friedrich Karl 1944 in Naumburg.

Die Tochter Gertrud Elisabeth heiratet 1939 in Naumburg den kaufm. Angestellten Matthias SCHMETZ. Er ist 1906 in Leipzig geboren und der Sohn des gleichnamigen Matthias SCHMETZ und Marie Martha Frieda geb. ZACHARIAS. Ob aus der Ehe Kinder hervorgegangen sind, ist mir nicht bekannt. Matthias Schmetz stirbt 1992 in Greifswald. Wann und wo Gertrud Elisabeth verstorben ist, habe ich noch nicht herausfinden können.

Anbei einige Fotos der Familie. An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich beim Heimatverein Auerswalde/Garnsdorf e.V., mit dessen Hilfe diese Daten zusammengetragen wurden.



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