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07. Dezember 2021

Neue Rechercheergebnisse:


20. November 2021

Von dem Hochzeitsfoto des Fotografen Oskar NYVLT habe ich hier ja schon mehrmals berichtet. Aber die Geschichte ist noch nicht ganz zu Ende erzählt. Als ich das Bild bekam, war es eingerahmt. Weil die Rückseite des Rahmens fest verklebt war, traute ich mich zuerst nicht, das Bild aus dem Rahmen zu nehmen, weil ich die Rückwand damit zerstören würde. Aber irgendwann siegte doch die Neugierde, da ich die Hoffnung hatte, auf der Rückseite des Bildes einen schriftlichen Hinweis zu finden.

Als ich mich durch die Schichten mehrerer Lagen alten, verklebten Papiers gearbeitet hatte, entdeckte ich überraschenderweise eine zweite Fotografie, welche sich hinter dem ersten Bild befand.

Es zeigt eine Gruppe von Frauen und Kindern. In der ersten Reihe hält ein Mädchen ein Schild mit der Aufschrift "Wald-Erholung 1909". Wahrscheinlich wurde auch dieses Bild von Oskar Nyvlt aufgenommen. Ich habe das Bild in der Facebook-Gruppe "Halle-Saale-Schleife - Von Mehlmus bis Fettbemme" gepostet. Dort bekam ich den Hinweis, dass es in der Dölauer Heide früher eine Walderholungsstätte gab. Möglicherweise wurde das Bild dort aufgenommen.

Aber warum steckte es hinter dem anderen Bild? Vielleicht war der Fotograf von der Qualität des Bildes nicht überzeugt und hat es nur als eine Art "Füllmaterial" benutzt. So vermute ich es jedenfalls.

Welche Personen auf dem Bild abgebildet sind, werde ich niemals in Erfahrung bringen können, aber es ist ein wertvolles Zeitdokument.


09. November 2021

Es gibt Verwandte, da bin ich froh, dass ich sie nicht persönlich gekannt habe. Mein Ur-Urgroßvater, der Dachdeckermeister Karl RUMSTEDT ist so eine Person. Laut Familienerzählungen war er rd. 2 Meter groß, bärenstark und neigte zu Gewalt und Agressivität. Wenn ihm beim Einkaufen auf dem Markt etwas nicht passte, konnte es passieren, dass er vor Wut den ganzen Marktstand umriss. Aufgrund seiner Größe und Kraft soll es nur zwei Polizisten gegeben haben, die sich trauten, sich ihm entgegenzustellen. Er war auch ein Trinker und kam nachts oft betrunken nach Hause und holte seine Kinder aus dem Bett. Seine Frau und seine Kinder werden es nicht leicht mit ihm gehabt haben.

Er hatte einen großen Dachdeckerbetrieb und es soll noch heute Schieferdächer in Halle geben, die einst von ihm gedeckt worden sind.

Karl wettete eines Tage mit seinen Kollegen um ein Fass Bier, dass er die Saale durchschwimmen konnte. Er schwamm dann auch ohne Probleme auf die andere Uferseite hinüber. Aber auf dem Rückweg ist er in der Mitte des Flusses plötzlich untergegangen und tauchte nicht mehr auf. Laut seiner Sterbeurkunde des Standesamtes Halle-Nord ist er am 20.08.1907 "in der Schiffssaale, an der Würfelwiese" tot aufgefunden worden.

Ich habe auf der Website Digitale Bibliothek Uni Halle einige alte Zeitungsartikel über ihn gefunden, die die Familienerzählungen bestätigen.



03. November 2021

Nun konnte sogar der genaue Ort lokalisiert werden, an dem das Foto aufgenommen wurde. Es war der Hinterhof des Hauses Thomasiusstraße 31, der Wohnort der Familie Weiland. Ein großes Dankeschön an H. Bugdoll für sein Engagement!


01. November 2021

Das Rätsel Hochzeitsfoto ist gelöst!

Ich lag mit meiner Vermutung richtig, das Foto zeigt tatsächlich die Hochzeit von Paul KENTSCHKE und Charlotte WEILAND 1930 in Halle. Eine E-Mail des Neffen des Bräutigams brachte letzte Sicherheit und weitere Informationen.

Paul KENTSCHKE wurde am 13.06.1904 in Kaltvorwerk, Kreis Oels, Schlesien geboren. Er war der Sohn von Karl Friedrich KENTSCHKE (geb. 1876 Dammer, Kreis Oels, Schlesien; verst. 1958 in Senftenberg, Lausitz) und Anna geb. SACHER. Paul hatte zwei Brüder und drei Schwestern.

Paul arbeitete als Chemiearbeiter in den Leuna-Werken und starb 1973 in Großkorbetha.


26. Oktober 2021

Update zum Hochzeitsfoto

Durch sehr engagierte Mitglieder der Facebook-Gruppe Halle-Saale-Schleife - Von Mehlmus bis Fettbemme (An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an alle Beteiligten) konnte tatsächlich der Kreis der Personen eingekreist werden, die auf dem Hochzeitsfoto als Brautpaar abgebildet sind (siehe Nachricht vom 13.10.2021).

Soweit der Sachstand zum Hochzeitsbild


23. Oktober 2021

Meine Cousine 2. Grades Katja Rumstedt und ihr Ehemann Christian haben in Hamburg-Volksdorf/Bergstedt eine Tierarztpraxis eröffnet. Ich wünschen ihnen viel Erfolg und Freude an ihrem neuen beruflichen Standort. Persönlich kennengelernt haben wir uns bisher nicht. Vielleicht ergibt sich das in Zukunft irgendwann doch noch mal.


13. Oktober 2021

Ich habe ein Bilderrätsel, bei dessen Lösung ihr mir vielleicht helfen könnt. Aus dem Nachlass einer Verwandten bin ich in den Besitz eines Hochzeitsfotos gekommen. Auf dem Foto konnten meine Urgroßtante Martha WEILAND geb. RUMSTEDT, ihr Ehemann Willy Weiland und ihre Töchter Margarete (geb. 1919 in Halle; verst. 2016) und Waltraut (geb. 1923 in Halle, verst. 2020) erkannt werden.

Aber wer ist das Hochzeitspaar? Wer sind die anderen Gäste? Wann war die Hochzeit? Das Bild wurde fotografiert von dem Hallenser Fotografen Oskar Nyvlt (Landsbergerstr. 54).

Ich freue mich über jeden Hinweis und Hilfe. Vielen Dank!


06. August 2021

Neue Rechercheergebnisse:


04. August 2021

Dieser Beitrag erschien am 22.07.2021 in der Mitteldeutschen Zeitung (Regionalausgabe Halle/Saale). Leider wurde meine E-Mail-Adresse falsch abgedruckt.

UPDATE 05.08.2021: Heute teilt mir die MZ mit, dass sie das Foto ein weiteres mal mit der richtigen E-Mail veröffentlichen werden. SUPER!


03. August 2021

Mein Großvater Willy RUMSTEDT war ein fleißiger Blutspender. Der Blutspendedienst wird sich gefreut haben, denn er hatte die in Deutschland zweit seltenste Blutgruppe B negativ. Nur rd. 2% der hiesigen Bevölkerung haben diese Blutgruppe. Ich gehöre auch zu diesen 2%. Der Ausschnitt stammt aus dem "Kurier", Mitteilungsblatt des DRK-Landesverbandes Hamburg, Heft 4 vom April 1968, S. 5.


02. August 2021

Ausschnitt aus der Sangerhäuser Zeitung vom 13.10.1922. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Frau Christine Stadel, die mich regelmäßig mit Fundstücken aus der SZ versorgt.


30. Juli 2021

Ich habe eine neue Verwandte gefunden und eine recht schillernde noch dazu. Oder sagen wir, ich bin mir zu 99% sicher, dass sie eine Verwandte ist. Aber der Reihe nach.

Schon vor einiger Zeit fand ich im Netz den Hinweis, dass der US-amerikanische Botaniker Walter T. SWINGLE in erster Ehe mit einer Lucie A. ROMSTAEDT verheiratet war. Da wurde ich hellhörig, aber alles was ich an zusätzlichen Informationen herausfinden konnte, war, dass sie um 1881 im Elsass geboren sein soll.

Elsass! In meinem Datenbestand gibt es den Kaiserlichen Cantonal-Polizei-Commissar und Amtsrichter Carl Gottfried ROMSTÄDT, der 1835 in Naumburg geboren wurde und mein 3facher Urgroßonkel 2. Grades ist. Er scheint beruflich viel unterwegs gewesen zu sein, denn ich fand die Geburt einer Tochter in Simmern (Rheinland-Pfalz), die Geburt einer weiteren Tochter in Quickborn (Schleswig-Holstein) und die Geburt eines Sohnes in Colmar (Elsass). Seine erste Frau starb in Sulz (Elsass).

Da hatte ich also den Bezug zum Elsass, das konnte doch kein Zufall sein? Da ich aber nicht mehr herausfinden konnte, ließ ich die Recherche erst einmal ruhen.

Nach längerer Pause nahm ich nun die Recherche wieder auf, schließlich kommen im Netz laufend neue Infos hinzu. Und ich fand tatsächlich eine Nachricht in der Zeitung "The Evening Star" vom 03.06.1910, wo über die bevorstehende Beerdigung von Mrs. W. T. Swingle berichtet wird. Und dort ist zu lesen, dass sie die "daughter of Judge Charles Romstaedt of Naumburg, Germany" war. Das konnte nun wirklich kein Zufall mehr sein.

Ich fand auch einen Artikel über ihre Hochzeit und in einer Biografie über Walter T. Swingle wird sie auch erwähnt. Während Walter eher einen ruhigen Lebensstil pflegte, war Lucie aus einem anderen Holz geschnitzt. Ein Auszug aus der Biografie über Swingle: "She wanted parties, dancing, clothes, furs, jewels, opening nights at the theater, and champagne suppers. She would go with him on his trips, but now they stayed at the grand hotels, sent the waiters for vintage wines and fruits out-of-season. Eventually the Swingles were deeply in debt, the rent was always due, the mails a flutter of unpaid bills." (The Carrell - Journal Of The Friends Of The University Of Miami Library, Vol. 18, 1977, Walter Tennyson Swingle, 1871-1952 by Frank D. Venning, S. 19)

Walter musste sich schließlich Geld bei seinen Kollegen leihen, um die Miete bezahlen zu können.

Die Ehe war kurz, denn Lucie starb mit nur 29 Jahren an Typhus. Kinder gingen aus dieser Ehe nicht hervor. Walter heiratete in zweiter Ehe Maude Kellerman, die jüngste Tochter seines ehemaligen Professors und sie bekamen vier Kinder.

Was mir zum 100%igen Beweis fehlt, dass Lucie A. Romstaedt wirklich zu meiner entfernten Verwandtschaft gehört, ist ein schriftlicher Beweis, wie z.B. ihre Geburtsurkunde, in der der Amtsrichter Carl G. Romstädt als Vater genannt wird. Leider konnte ich den genauen Geburtsort bisher nicht herausfinden. Zwar sind die Elsässer Personenstandsurkunden online zu finden, aber sie sind nicht indexiert und nicht in jedem Fall haben die Bücher ein Namensregister. Das wäre wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Ich habe die University of Miami angemailt, wo der Nachlass von Walter T. Swingle aufgewahrt wird, ob dort ein Geburtsort seiner ersten Ehefrau bekannt ist. Ich bin gespannt, ob ich eine Antwort bekomme.

Zu Walter T. Swingle gibt es auch einen Wikipedia-Artikel.


06. Juli 2021

Ich habe heute ein ganz wunderbares Foto erhalten. Es zeigt v.l.n.r. meine Urgroßtante Eva Rosa GOTTSCHALK geb. RUMSTEDT, Hund "Gummiball", Sohn Erich, Eva Rosas Ehemann Reinhold GOTTSCHALK und Sohn Heinz. Die Familie ist damals nach Argentinien ausgewandert. Das Foto habe ich von Eva Rosas Enkeltochter erhalten, die im Nordosten von Argentinien lebt. Bis vor kurzem hatte ich zu diesem Teil der Familie keinen Kontakt. Ich freue mich, dass nun ein Kontakt geglückt ist.

Und als ich mir das heute erhaltene Foto genauer ansehe, kommen mir plötzlich zwei Gesichter sehr bekannt vor. Die Gesichter habe ich doch schon auf einem anderen Foto gesehen! Damit hat sich nun völlig unerwartet teilweise das Bilderrätsel gelöst, welches ich hier am 01.03.2020 gepostet hatte. Zufälle gibts, die gibt es gar nicht.


22. Juni 2021


17. Juni 2021

Bisher war mein Wissen zu den Sangerhäuser Rumstedts immer noch etwas lückenhaft. Aber zu den Kindern des Paares Christian Friedrich Wilhelm RUMSTEDT und Johanne Christiane Bertha geb. KERSTEN konnte ich nun einige neue Informationen in Erfahrung bringen:

Ich bin gespannt, was ich noch herausfinde.


25. Mai 2021

Vor einiger Zeit habe ich hier das Bild der Gärtnerei Max Baumgartel gepostet, die von Paul Rumstedt im Jahre 1919 übernommen wurde. Ich habe heute Herrn Günther Wagner vom Bildarchiv Sangerhausen gefragt, wo genau denn das Haus in Sangerhausen eigentlich stand und ob es das Haus noch gibt. Als Hamburgerin kenne ich mich in der Ecke ja nicht so aus. Die Antwort kam prompt: Die Adresse lautet Mühlengasse 29 und das Haus steht dort immer noch. Er hat mir gleich einige aktuelle Fotos des Hauses gemailt. Vielen Dank an Herrn Wagner für seine schnelle Antwort und die wunderbaren Fotos!


16. Mai 2021

Gestern habe ich einen neuen Verwandten kennengelernt! Ich habe mit Herrn H. HEYMANN aus Sangerhausen telefoniert, dessen Mutter Anna Martha eine geborene RUMSTEDT war. Unser gemeinsamer Vorfahr ist der Dachdecker Christian Andreas RUMSTEDT (auch ROMSTAEDT), der 1869 in Sangerhausen verstorben ist. Herr Heymann ist damit mein Onkel 4. Grades. Sein Großvater väterlicherseits ist Franz HEYMANN, der ein Mitbegründer der Sangerhäuser Konsumgenossenschaft war. Als Sozialdemokrat geriet Franz Heymann leider in das Visier der Gestapo und starb im März 1945 im KZ Buchenwald. In Sangerhausen ist eine Straße nach ihm benannt. Siehe auch http://www.erinnern-und-gedenken.de/Sozialisten/


11. März 2021

Bei MyHeritage gibt es eine neue Funktion (Deep Nostalgia™), mit der alte Fotos "zum Leben erweckt" werden können. Ich habe dies soeben mit einem Bild meiner Urgroßmutter Martha Rumstedt geb. Rüther ausprobiert. Das Ergebnis bringt einen wirklich zum Staunen. Das Original-Foto ist schwarz/weiß, es wurde also zusätzlich koloriert (das Kolorieren ist ebenfalls eine von MyHeritage angebotene Funktion). Fast ein bisschen unheimlich, wie echt es wirkt...

>> Link zum Video <<

Martha Rumstedt geb. Rüther (1896-1933)


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